KI-Paradoxien in der Marktforschung

Die Stärken und Schwächen von KI beschreibt die Psychologin Nicole Hanisch, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts innerSense Research in Köln:

Ideenflut vs. die Qual der Wahl

  • Die Stärke: KI besitzt ein extrem umfangreiches, allzeit verfügbares Wissen.
  • Die Schwäche: Die Masse an Angeboten führt oft zu einer Überforderung. Für die richtige Auswahl braucht es ein geschultes, trainiertes Auge.

Inhaltlicher Fokus vs. der Verlust des «Wie»

  • Die Stärke: In der Analyse filtert KI heraus, was in der Exploration faktisch gesagt wurde.
  • Die Schwäche: Qualitative Forschung lebt nicht nur vom Was, sondern vor allem vom Wie.

Harmonisches Gegenüber vs. Entwöhnung von der Realität

  • Die Stärke: Austausch und Gespräche mit der KI sind immer wohltemperiert und angenehm.
  • Die Schwäche: KI zeigt zwar Empathie und Verständnis. Verständnisvolle Zustimmung ist aber nicht gleichbedeutend mit «echtem Verstehen».

Unser Fazit: Was für die Forschung gilt, lässt sich auf fast jeden Bereich übertragen: KI ist ein herausragender Beschleuniger. Doch erst wo wir ihre Ergebnisse kritisch hinterfragen und durch menschliche Intuition ergänzen, entsteht aus der blossen Masse an Daten echter Mehrwert.

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